Ausflüge - auch mal raus kommen...

Samstags ist die Shala geschlossen, es wird traditionell nicht praktiziert. Den Tag kann man gut für längere Ausflüge in die Umgebung nutzen. Gokulam, der Stadteil von Mysore in dem sich die Shala befindet, kommt mir fast vor wie eine kleine "Yoga-Parallelwelt". So angnehm und schön es hier ist, man muss dieser Parallelwelt auch mal entfliehen...

Chamundi Hill

Das haben wir uns letzten Samstag auch gedacht und sind mit unserem Lieblings-Rikscha-Fahrer zum Chamundi Hill gefahren. 
Vorher haben wir einen Stopp im Hotel Mylari eingelegt und die leckeren Masala Dosa zum Frühstück gegessen von denen ich im letzten Beitrag geschwärmt habe. 
Gut gestärkt konnten wir die ca 1000 Stufen zum Tempel von Chamundi Hill erklimmen und die Aussicht auf Mysore und Umgenung genießen. Nach ein paar Tagen in der Stadt habe ich die grüne Umgebung und die Weitsicht sehr genossen. Der Aufstieg zum Tempel lohnt sich sehr (man kann auch mit dem Bus hoch fahren). Jede Stufe wurde von den gläubigen Hindus mit Farbe geschmückt - als Opfergabe. Oft sieht man auch Flammen auf den Stufen. Es gibt einen kleinen Hanuman Tempel unterwegs und man kann die Streifenhörnchen, Straßenhunde und Affen beobachten. 
Oben angekommen erwartete uns wieder das gewohnte indische Gewusel. Es bietet sich an unter der Woche zu kommen, da samstags die traditionellen Puja statt finden und dementsprechend viel los ist. Den großen Tempel haben wir aus diesem Grund nicht von innen besichtigt, die Wartezeit hätte uns bestimmt zwei Stunden gekostet. Dafür sind wir in den kleinen Tempel und haben dort unsere vorher erstandenen Lotus Blumen geopfert. 

Golden Tempel

Diesen Samstag haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Diesmal zum Golden Tempel. Leider ohne Tiffy da sie schon abgereist ist. Zum Glück findet man hier schnell Kontakt zu anderen Yoga Schülern und ich konnte mich einer Gruppe anschließen. Zu sechst haben wir uns für die ca 2 stündige Fahrt einen Fahrer mit Van geteilt. Damit wir die Puja der buddhistischen Mönche noch mitkriegen sind wir schon um 6 Uhr morgens los gefahren. Das hat sich gelohnt denn man kann der Puja sehr gut beiwohnen. Die Mönche sind in einer abgesperrten Zone und man kann von außen alles sehr gut beobachten. Es ist mehr als ein Tempel, eher eine weitläufige Klosteranlage mit verschiedenen Tempeln und vielen fröhlichen Mönchen in jedem Alter. 
Ich wusste vorher nicht viel über den Tempel, nur das es ein buddhistischer Tempel ist. Vor Ort ist mir dann aufgefallen das alle Mönche Tibeter waren. Auch die umliegenden Dörfer sind von Tibetern besiedelt. Das gab uns die Möglichkeit nochmal in eine ganz andere Kultur einzutauchen. - Tibetische Menschen, tibetisches Essen und tibetische Souvenir-Shops... ;-)) 
Die zwei Stunden Anfahrt haben sich definitiv gelohnt!  
Auf der Rückfahrt saß ich vorne und durfte die indische Fahrweise hautnah erleben. Auch wenn ich Vertrauen in unseren Fahrer hatte ist mir das Herz schon ein paar Mal stehen geblieben! Aber es gab auch hier wieder soviele Eindrücke vom Indien außerhalb Gokulams! Leider auch drei Tote Hunde auf dem Weg. :-( 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hermine (Sonntag, 09 August 2015 21:49)

    Was für schöne Bilder! Toll, dass ihr auch ein bisschen von der Umgebung sehen könnt. Ich bin schon gespannt auf mehr, wenn Du wieder da bist. Genieße es!!! Viel Spaß und liebe Grüße aus dem Sommer heißen München.